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Divers Travel Guide 19.12.2009

Segelsport Hessen - Hessischer Jugendseglertag 2009: Die hessische Seglerjugend trifft sich in Inheiden

Foto Günther Probst

Es ist der 05. Dezember kurz nach 14:00 Uhr, als der Landesjugendobmann Reinhard Linke den Hessischen Jugendseglertag 2009 eröffnet und danach gleich die Versammlungsleitung an die Jugendsprecherin Ann-Kathrin Dübbers abgibt. Sie begrüßt alle Anwesenden, den Vorstand des HSeV, sowie Kommodore Koltzsch und kann trotz der teilweise weiten Anreise die Beschlussfähigkeit feststellen. Anwesend sind Vertreter von 11 hessischen Segelclubs.

Bild: Der Jugendvorstand des HSeV ist wieder komplett: V.li. Reinhard Linke, Eva Deichmann, Ann-Kathrin Dübbers, Mitja Leipold und Henrik Simon.

Der Vorsitzende des Segelclubs Inheiden und gleichzeitig Präsident des HSeV, Klaus-Dieter Lachmann grüßt die Teilnehmer des Hessischen und stellt kurz seinen 180 Mitglieder zählenden Verein vor. Er erinnert daran, dass heute der Tag des Ehrenamtes ist und wünscht der Versammlung einen guten Verlauf.

Auf der Tagesordnung stehen u.a. der Bericht des Landesjugendobmanns und der Jugendbootsklassen, Planungen für das kommende Jahr und Wahlen. Zu wählen ist nach Ablauf der Wahlperiode der Stellvertreter des Landesjugendobmanns. Der bisherige Amtsinhaber, Mitja Leipold stellt sich wieder zur Wahl, einstimmig bestätigen ihn die Delegierten in seinem Amt.

Mitja Leipold, gibt einen Überblick über die Erfolge seiner Arbeit als „Opti-Scout“. Immerhin konnte in diesem Jahr dank dieser Aufgabe nach einem Sichtungstraining in Schotten wieder eine neue Opti-Gruppe installiert werden, sie besteht aus 8 Kindern aus 7 Vereinen, also ein guter Querschnitt. Eine weitere Sichtung in 2010 soll diese Gruppe vergrößern und ggfs. auch Kinder U13 enthalten. Die allerdings mit dem Ziel des Umstiegs in eine Jugendbootklasse bis U15.

Jan Wörz und seine Schwester Karina berichten von ihrem Umstieg vom Opti in den Laser und den Erlebnissen, die sie dabei auf Trainings und Regatten hatten. Ebenfalls über ihre sportlichen Erfolge im Laser Radial berichtete Eva Deichmann. Immerhin hat sie an 8 Trainings vom Mittelmeer bis zur Ostsee und an 8 hochrangigen Regatten teilgenommen. Ein 2. Platz beim Laser-Cup Langen, ein 1. Platz beim Eicher Laser-Cup, ein 2. Platz bei der Inselregatta in Gießen und ein 3. Platz bei der Einhandregatta in Gießen können sich sehen lassen. Daneben noch die Teilnahme an der IDJoM in Kiel mit einem 6. Platz in U19, der JEM in DEN mit Platz 52 und der IDJM in Travemünde mit Platz 37, dabei das 9. Mädchen und dann noch der Sieg in der Hessenmeisterschaft machen sie stolz. Eva berichtet außerdem erfreut, dass bei der IDJM 5 Segler aus Hessen teilnahmen.

Henrik Simon berichtet von der Arbeit im 470er mit seinem Hamburger Vorschoter David Heitzig. Pech und Pannen reihten sich aneinander. Zuerst war David im Frühjahr mit einer Mandelentzündung krank, dies bedeutete eine einmonatige Pause, im Sommer wurde er dann operiert, wieder Pause, Henrik fuhr die WM in Thessaloniki mit einem Ersatzvorschoter. Direkt nach der WM brach sich dann Henrik das Schlüsselbein, wieder Pause und mit eingeschränkter Kondition zur IDM an den Plauer See. Besonders stolz können die beiden sein, dass sie ihr Jahresziel trotzdem erreicht haben.

Bei einem Vortrag von LJO Reinhard Linke über den Weg vom Opti zum Hochleistungssegler erhalten die Zuhörer einen Eindruck, welche Anstrengung und Disziplin bei diesem Weg erforderlich ist. Parallel neben der Schulausbildung, dem Studium und der sonstigen Lebensplanung müssen ganz gezielt Jahrespläne eingehalten werden. Nur hohe Motivation uns Spaß an einer der komplexesten Sportart geben den Jugendlichen Auftrieb, jahrelang dabei zu bleiben.

Reinhard Linke und Mitja Leipold stellen die Planung für die kommenden Monate vor. Weitere Optisichtungen, der Aufbau einer Gruppe älterer Optikinder, weitere Lasertrainings und die Wiederholung des erfolgreichen Trainerforums sind geplant.

Trotz der lebhaften Diskussionen ist beeindruckend, wie die jungen Segler mit den anwesenden Erwachsenen sachlich diskutieren und es stellt sich schon eine vorweihnachtliche Stimmung ein. So kann Ann-Kathrin Dübbers dann nach fast drei Stunden den Hessischen Jugendseglertag 2009 schließen und den Delegierten einen guten Nachhauseweg wünschen.

Text und Fotos Günther Probst

Von: Günther Probst Pressearbeit HSeV an Divers-Travel-Guide.com (tm)