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Segelanweisungen des Segelclub Inheiden e. V.

1. Allgemeiner Teil

1.1 Die Wettfahrten werden gesegelt nach den WR des ISAF, Deutsche Ausgabe 2013 - 2016, den Ordnungsvorschriften des Deutschen Seglerverbandes, den Klassenbestim­mungen über Ausrüstung und Vermessung der jeweiligen Klasse, der Ausschreibung und den Segelanweisungen des SCI.

1.2 Die Segelanweisungen können durch Aushang an der offiziellen Tafel geändert werden. Änderungen werden bis spätestens um 19:00 Uhr des Vortags bekannt gegeben. Sie gelten ab dem folgenden Tag.

1.3 Alle teilnehmenden Boote müssen gültige Messbriefe oder bestätigte Kopien bereithalten (Ergänzung WR 78).

1.4 Nur die in der Meldung angegebene Segelnummer darf geführt werden.

1.5 Steuerleute und Vorschoter müssen Mitglied eines von ihrem nationalen Verband aner­kannten Segelclubs sein und dürfen nicht von der ISAF gesperrt sein.
Steuerleute müssen im Besitz eines vom DSV oder ihrem nationalen Verband für das Ge­wässer vorgeschriebenen Führerschein sein (Ergänzung WR 46)

1.6 Steuermannswechsel ist nicht erlaubt. Mannschaftswechsel muss vorher vom Wettfahrtleiter genehmigt werden.

1.7 Ein Boot darf während der Wettfahrt weder senden oder telefonieren, noch spezielle Funkmitteilungen erhalten.

Mit Abgabe der Meldung wird diese Anweisung als bindend anerkannt.

 

2. Sicherheitsbestimmungen

2.1 Jeder Schiffsführer ist für die richtige seemannschaftliche Führung seines Bootes in je­der Hinsicht verantwortlich. Der Veranstalter übernimmt keinerlei Verantwortung für Verluste an Leben oder Eigentum, persönlichen Schaden oder Schäden an Eigentum, die durch die Teilnahme an der Regatta verursacht werden oder sich ergeben. (Ergänzung WR 4)

2.2 Beim Zeigen der Flagge „Y“ im Hafen oder auf einem Boot der Wettfahrtleitung müssen von allen Seglern Schwimmwesten angelegt werden, die solange zu tragen sind, wie das Signal steht. Nichtragen von Schwimmwesten kann zur Disqualifikation führen (Ergänzung WR 1.2 und 40.) Die Wettfahrtleitung behält sich vor, ihm ungeeignet erscheinende Schwimmwesten zu verbieten.

2.3 Ein Boot, das die Wettfahrt aufgibt, muss dies unverzüglich der Wettfahrtleitung oder dem Wettfahrtbüro bekannt geben. Nichtbeachten führt zum Ausschluss aus einer Wettfahrt oder der Wettfahrtserie.

 

3. Bekanntmachung an Land

3.1 Mitteilungen der Wettfahrtleitung oder des Schiedsgerichts erfolgen durch Aushang an der offiziellen Tafel. Sie befinden sich unterhalb des Signalmastes.

3.2 Bekanntmachungen werden durch Setzen folgender Signale am Hafenmast signalisiert:

  • Flagge „L“:                   An der offiziellen Tafel ist eine Bekanntmachung ausgehängt.
  • Antwortwimpel „AP“:     Startverschiebung
  • Flagge „P“:                   Bitte unverzüglich auslaufen, es folgt in Kürze ein Start.
  • Flagge „AP“ über „A“:    Heute keine Wettfahrt.
  • Zahlenwimpel „2“:        Es ist beabsichtigt heute mehrere Wettfahrten zu segeln.
  • Flagge „Y“:                  Schwimmwesten vor dem Auslaufen anlegen.
  • Flagge „rot“:                Protestzeit läuft (in den letzten 30 Minuten Halbmast).

 

4. Start

4.1 Die Startlinie wird gebildet durch eine gelbe Flagge auf dem Startprahm und der Start­linienbegrenzungstonne mit der gelben Flagge an der Backbord- bzw. Steuerbordseite des Startprahms.

4.2 Die Startsignale werden vom Startprahm gegeben.

4.3 Die Wettfahrten werden gem. WR 26 gestartet. Die Zeitgebung erfolgt durch die optischen Signale; das Versagen eines Schallsignals ist nicht zu beachten.

4.4 Start

Name

Signal

Minuten bis zum Start

Ankündigung

Klassenflagge oder –

beim Gruppensegeln – farbige

Identifikationstafel/Flagge

der Startgruppe

1 Schallsignal

 

 

5

Vorbereitung

Flagge „P“ oder „I“,“Z“ oder

„Schwarze Flagge“

1 Schallsignal

 

4

 

Flagge „P“ oder „I“,“Z“ oder

„Schwarze Flagge“ gestrichen

1 Schallsignal

 

1

Start

Klassenflagge – oder beim

Gruppensegeln

Identifikationstafel/

Flagge gestrichen

1 Schallsignal

 

 

0

Nachfolgende Klassen (Gruppen) werden wie folgt gestartet:

a) Im Abstand von fünf Minuten durch Setzen des Ankündigungssignals mit dem Startsi-gnal der vorangehenden Klasse (Gruppe);
oder
b) zu einer beliebigen Zeit nach dem Startsignal der vorangehenden Klasse (Gruppe) durch setzen des Ankündigungssignals für die nachfolgende Klasse (Gruppe).

4.4.1 Eventuell gezogene Signalflaggen „AP, L, N“ werden 1 Minute vor dem Ankündigungssignal mit einem Schallsignal gestrichen.

4.5 Startverschärfung
4.5.1 Flagge „I“ gesetzt, bedeutet: „WR 30.1 gilt für diesen Start“.
4.5.2 „Schwarze Flagge“ gesetzt, bedeutet „WR 30.3 gilt für diesen Start“.
4.5.3 Flagge „Z“ gesetzt, bedeutet „WR 30.2 gilt für diesen Start“  
4.5.4 Boote, die nicht 4 Minuten nach ihrem Startsignal gestartet sind, werden als nicht ge-startet gewertet

5. Rückruf
5.1 Rückrufe werden gem. WR 29 signalisiert.

6. Bahnen
6.1 Die Bahn wird gebildet durch drei gelbe Bojen oder Bojen mit gelber Flagge, die in Form eines Dreiecks ausgelegt sind und die Ziffern 1-3 tragen. Die Bojen sind in der Reihenfolge: Start-1-2-3-1-3 (= eine Runde) usw. zu runden. Anzahl der Runden sowie Backbord-Kurs (rote Flagge o. Tafel) oder Steuerbord-Kurs (grüne Flagge o. Tafel) werden mit den Ankündigungssignal am Startprahm bekannt gegeben.

7. Bahnänderung und Bahnabkürzung nach dem Start

Signale von einem Boot der Wettfahrtleitung:
7.1 Bahnänderung:
7.1.1 Bahnänderungen werden gem. WR 33 signalisiert.

7.2 Bahnabkürzung:
7.2.1 Bahnabkürzungen werden gem. WR 32 signalisiert.


8. Ziel

8.1 Die Ziellinie wird gebildet durch eine blaue Flagge auf dem Zielschiff und eine Zielbegrenzungsboje mit blauer Flagge oder einer der bisherigen Bahnmarken.

8.2 Ein akustisches Signal, vom Zielschiff ausgegeben, wenn ein Boot die Ziellinie passiert, bedeutet nur: Es ist registriert, dass dieses Boot die Ziellinie gekreuzt hat. Unterlässt die Wettfahrtleitung dieses Signal zu geben, beeinflusst dies nicht das Ergebnis und ist kein Grund für eine Wiedergutmachung.

8.3 In Abänderung der WR „Definition Wettfahrtsignale“ bedeutet Signalflagge „L“ auf dem Zielschiff gesetzt: Es ist beabsichtigt, eine weitere Wettfahrt zu starten.

9. Beendigung der Wettfahrt, Zeitbegrenzung, Abbruch

9.1 Das Ende der Wettfahrt wird durch Streichen der Flagge „blau“ auf dem Startprahm angezeigt.

9.2 Die Wettfahrt ist spätestens 30 Minuten nach Zieldurchgang des ersten Bootes der Klasse beendet. Alle dann noch auf der Bahn befindlichen Boote werden als DNF gewer-tet. (Änderung der WR 35)

9.3 Abbruch einer Wettfahrt wird durch Setzen der Flagge „N“ über „H“  bekannt gegeben. 3 Schallsignale

9.4 Abbruch und Wiederholung einer Wettfahrt (mit Absicht, diese in Kürze zu wiederholen) wird durch Setzten der Flagge „N“ bekannt gegeben. 3 Schallsignale.

9.5 Eine Wettfahrt dauert min. 45 Min. und max. 90 Min.

9.6 Letzte Startmöglichkeit ist der jew. Sonntag um 14.00 Uhr 

10. Wertung

10.1 Es wird nach dem Low – Point – System gemäß WR Anhang A gesegelt, dabei werden von 1 - 3 gesegelten gültigen Wettfahrten alle gewertet, von 1 bis 4 gesegelten gültigen Wettfahrten alle, mit Ausnahme der schlechtesten Wettfahrt, gewertet.   

11. Proteste, Ersatzstrafen

11.1 Als Ersatz für die Verletzung einer Regel der WR, Teil 2 ist als Wiedergutmachung eine Drehungsstrafe (720 Grad) zugelassen.

11.2 Ein Boot, das eine Strafdrehung nach WR 44 oder 31 ausgeführt hat, muss dies innerhalb der Protestfrist schriftlich im Wettfahrtbüro melden. Nicht gemeldete Strafen gelten als nicht gemacht.

11.3 Jedes Boot, das protestieren will, muss die Protestflagge führen (Abänderung WR 61.1) und der Wettfahrtleitung beim Zieldurchgang mitteilen, gegen wen es protestieren will.

11.4 Die Protestfrist beginnt mit Ende der Wettfahrt (bei direkt aufeinander folgenden Wettfahrten, der letzten Wettfahrt des Tages) und dauert 60 Minuten. (Ergänzung WR 61.3).

11.5 Die Proteste sind auf dem offiziellen Formular im Regattabüro innerhalb der Protestfrist einzureichen. (Formulare sind dort erhältlich).

11.6 Proteste werden, wenn möglich, in der Reihenfolge des Eingangs verhandelt. Beginn und Reihenfolge werden an der offiziellen Tafel spätestens 30 Minuten nach Ende der Protestfrist ausgehändigt.

11.7 Protestparteien und Zeugen haben sich zur angegebenen Zeit vor dem Verhandlungsraum bereitzuhalten.

11.8 In Ergänzung von Regel 67 gilt: Schiedsrichter, die eine Verletzung der Regel 42 und 31 auf dem Wasser beobachten, können das erkannte Boot durch ein unverzüglich gegebenes akustisches Signal und zeigen der gelben Flagge benachrichtigen. Die benachrichtigte Yacht kann dann ihren Verstoß durch eine 720° bzw. 360°-Drehungsstrafe gemäß WR 44.2 bzw. WR 31.2 bereinigen.

11.9 In Abänderung von WR 66 werden am letzten Wettfahrtag Anträge von Booten auf Wiederaufnahme einer Protestverhandlung nicht später als eine Stunde nach Verkündigung der Entscheidung angenommen.

11.10 Die Vermessungsproteste oder Einwendungen über Tatsachen, deren Feststellung bereits an den vorhergegangenen Tagen zumutbar gewesen wäre, werden gemäß WO 7.2 am Tag der letzten Wettfahrt nicht mehr angenommen.

 

DSV Yardstickzahlen 2013

                                               Conger                  118

                                              

                                               Finn                      110

 

                                               Fireball                103

 

                                               Korsar                  103

 

                                               Laser                    113

 

                                               Seggerling            115

 

                                               Opti                     173

 

                                               420er                   115

 

                                               470er                   103

 

                                               Europe                  116

 

 

                                               Berechnete Zeit =  gesegelte Zeit x 100

                                                                                  Yardstickzahl