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Aktuelles

Opti-Hessen goes Kiel(er Woche)

oder: 

Hessische Optimisten, Knackpunkte und Förde-Wellen
 

Zum Auftaktwochenende der Kieler Woche treffen sich nicht nur die Teilnehmer der offiziellen Segelwettbewerbe an der Förde – auch 5 „Optimisten“ des hessischen Segelnachwuchses haben sich für das lange Fronleichnams-Wochenende auf den Weg in den Norden gemacht. Vier Seglerinnen und ein Segler im Alter von 11 bis 13 Jahren aus dem Segelclub Inheiden e.V. und dem Frankfurter Yachtclub e.V. nehmen an einem offenen Training mit Reinhard Linke, Jugendtrainer des HSeV – Hessischer Seglerverband – teil. 

Bei Wind und Welle absolvieren die Jugendlichen täglich 5-6 Stunden Wassertraining und feilen dabei an ihrer Starttechnik, optimieren die Lee- und Luvbojen-Manöver, taktieren bei Übungen zur Wahl der richtigen Seite auf der Regattabahn und machen dabei ihre Boote nicht nur schnell, sondern trainieren bei Wind und Welle auch das Rückwärtssegeln an der Startlinie – keine einfache Sache! Spätestens jetzt sind die fünf auch mit Salzwasser gewaschen. 

„Uns schreckt so schnell nix mehr“ ist das Fazit der Segler, die sich tapfer bei bis zu 5 Beaufort durch die Kieler Innenförde gekämpft haben – auch dann noch, als die Arme und Beine schon lahm waren. 

Zur Belohnung geht es am Abend mit dem Motorboot rüber ans Westufer der Förde, die sog. Kiellinie. Auf der Fest-Meile der „Kieler Woche“ ist jede Menge geboten: musikalisch und kulinarisch. Die Gruppe genießt den Ausflug und bekommt sogar noch eine Privatführung auf dem Dreimast-Gaffelschoner „Amphidrite“, der ältesten seegehenden Segelyacht der Welt. Ein perfekter Abend – und ein besonderes, sehr intensives Wochenende.

Eins machen die Tage in Kiel ganz deutlich: das tolle Revier, die anspruchsvollen Windbedingungen und der fast durchgängige Sonnenschein schaffen beste Voraussetzungen für eine gelungene Trainingsveranstaltung. Am Ende ist es aber die gute „Connection“ zwischen Coach Reinhard und dem Regatta-Nachwuchs, die den Ausschlag gibt. Seine Methodik funktioniert – die Jugendlichen sind hochmotiviert und sammeln in verschiedenen Disziplinen eifrig Pluspunkte (oder eben auch mal Punktabzüge). Denn das Wochenende hat seine eigene Währung: es gibt „Knackpunkte“ für Pünktlichkeit auf dem Wasser, für gute Platzierungen in den WWFs (Wertungswettfahrten), beim Schwammspiel in der Start-Box oder auch mal für eine schlagfertige Antwort in der Theoriebesprechung. Bei allem Ehrgeiz: der Humor kommt nicht zu kurz – es darf gelacht werden! Und davon macht die Gruppe auf dem Wasser und an Land ausgiebig Gebrauch. Die Motivation und der Ehrgeiz kommen dabei wie von selbst.
 
Unterm Strich war die Trainingsreise sportlich und fürs Team-Gefühl ein voller Erfolg! Fortsetzung dringend erwünscht!

 

 

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