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Hessischer Seglertag 24.09.2006

Es ist Sonntag, der 24. September 2006, Klaus-Dieter Lachmann hat als Präsident des HSeV zu einem außerordentlichen Seglertag in das schöne Clubgelände des Segelclubs Inheiden eingeladen ...

Außerordentlicher Hessischer Seglertag in Inheiden

Es ist Sonntag, der 24. September 2006, Klaus-Dieter Lachmann hat als Präsident des HSeV zu einem außerordentlichen Seglertag in das schöne Clubgelände des Segelclubs Inheiden eingeladen. Damit wurden die Vereinsvorstände in diesem Jahr schon das zweite Mal auf Reisen geschickt, um sich über Verbandsthemen abzustimmen. Einziger Tagesordnungspunkt ist die formale Wahl des Präsidenten und des Vizepräsidenten Leistungssport, diese Vorstandsämter waren seit März dieses Jahres kommissarisch besetzt. Generell funktioniert die interne Arbeit mit den kommissarisch besetzten Ämtern gut, doch in übergeordneten Sportgremien kann es zu Problemen kommen. Wer wählt schon eine Person in einen Sportbundausschuss, von der er nicht weiß, ob sie in einem halben Jahr noch im Amt sein wird. Daher wird die formale Wahl der beiden Ämter von den Delegierten als sinnvoll angesehen.

Manchmal möchte man meinen, der Hessische Seglerverband hat es mit dem Wetter, war doch auf dem Seglertag im März 2006 in Hemfurth am Edersee die Stimmung so eisig wie das Klima am zugefrorenen Edersee. Der vorherige Präsident, Winfried Gaumitz, trat zurück und Klaus-Dieter Lachmann wurde kommissarisch zum Nachfolger bestellt. Ebenfalls kommissarisch übernahm Dr. Lutz-Bodo Veil das Amt des Vizepräsidenten Leistungssport von Karlo Schmiedel. Ganz anders ist die Stimmung diesmal in Inheiden. Der Altweibersommer zaubert ein Bilderbuchspätsommerwetter, auf dem See tummelten sich einige Segelboote und Badegäste kühlten sich im See ab. Vor dieser Kulisse ist die Stimmung freundlich, fast fröhlich.

Nach der Eröffnung durch Klaus Lachmann betont das Präsidiumsmitglied des LSBH, Hr. Prof. Dr. Zielinski, die Verdienste von Ehrenamtsträgern und weist darauf hin, dass die Vertretung des HSeV nach außen durch einen formal gewählten Präsidenten sehr wichtig ist, um die gestiegenen Anforderungen zu bewältigen. Die ergeben sich aus dem demografischen Wandel in den Vereinen (20% weniger Kinder) und der schwieriger werdenden Finanzierung durch die Liberalisierung der Sportwetten. Der erste Stadtrat der Stadt Hungen, Hr. Engel, wünschte einen guten Verlauf der Sitzung und Kommodore Koltzsch vom HSeV lobt den Segelclub Inheiden als Wiege der „Korsare“ und betonte die Wichtigkeit der Wahl, um sich gut gegen kommerzielle Sportorganisationen behaupten zu können.

Immerhin haben sich die Delegierten von 17 hessischen Segelclubs eingefunden und vertreten damit über 40% der möglichen Stimmen. Schnell folgen die Delegierten der Empfehlung der Vizepräsidentin Elke Wehling und des Wahlausschussvorsitzenden Eilert Busch vom SCE. In einer offenen Wahl per Akklamation werden sowohl Klaus-Dieter Lachmann als auch Dr. Lutz-Bodo Veil einstimmig in die Ämter des Präsidenten und des Vizepräsidenten Leistungssport gewählt. Bei dieser konstruktiven Zusammenarbeit ist es dann auch kein Wunder, dass Klaus Lachmann bereits nach 40 Minuten den offiziellen Teil des Seglertags beschließen kann.

Der zweite Grund des Treffens ist ein Workshop, bei dem für den Verband wichtige Themen diskutiert und dem Vorstand des HSeV Empfehlungen für das weitere Vorgehen gegeben werden. Diskussionspunkte wie „Deutscher Seglertag in Hessen“, „Übungsleiterausbildung in Hessen“, „Sponsoring von leistungsorientierten Seglern durch den Verband oder Wechsel in andere Landesverbände“ oder „Erwartungshaltung der hessischen Seglerjugend“ werden ausgiebig erörtert. Trotz des Gute-Laune-Wetters kommt in der zweistündigen Diskussion keine Langeweile auf, die Delegierten debattieren angeregt und können doch einige wichtige Dinge klären. In Summe ein konstruktiver Nachmittag, der den HSeV nochmals ein Stück vorwärts bringen wird und den Vorständen der einzelnen Vereine ein Stück „Wir-Gefühl“ gibt.

 

Günther Probst, HSeV