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Bootsklassen des Segelclub Inheiden e.V.

Geschrieben von Frank Eiser.

Gewinnen Sie auf den folgenden Seiten einen Eindruck über die in unserem Verein anerkannten Bootsklassen und ihre charakteristischen Eigenschaften.

Hier zunächst eine kurze Auflistung der Klassen, die genauen Details finden Sie weiter unten:

  • Optimist
  • Europe
  • Finn
  • Korsar
  • 420er
  • 470er
  • Laser

 

Segelzeichen Optimist Optimist

Der Optimist ist eine Einhand-Jolle für Kinder und junge Jugendliche. Er wurde von dem amerikanischen Konstrukteur Clarky Mills entworfen und von dem dänischen Architekten A. Damgard standardisiert und mit dem jetzt üblichen Rigg versehen. Ein Optimist ist 2,30 m lang, 1,13 m breit, wiegt in der Regel zwischen 32 und 35 kg (Rumpf) und besitzt ein sogenanntes Sprietsegel mit einer Segelfläche von 3,5 m². Die höchste Geschwindigkeit beträgt ca. 4 Knoten.

Die Optimistenjolle trägt als Segelzeichen das O mit einem kleinen senkrechten Strich. Der Optimist ist internationale Jüngstenbootsklasse. Er ist sehr einfach zu handhaben und dient für Kinder als Einstiegsklasse in den Segel- und Regattasport. Das Boot ist auf dem Dach eines Mittelklassewagens bequem zu transportieren, häufig sind auch Transportanhänger mit bis zu 12 Optis zu sehen, welche für gesamte Vereinsmannschaften unterwegs sind. Diese Bootsklasse ist vor dem Laser die häufigste der Welt mit ca. 500.000 Booten. Das Segel kann einfach um Mast und Spriet herumgewickelt und beispielsweise in einem Rohr verstaut werden.

Der Optimist ist wegen seiner sehr einfachen Handhabung auch für kleine Vereinstouren zu benutzen.

Quelle: wikipedia.de

 

Segelzeichen Europe Europe

Die Europe-Jolle ist eine Einhandjolle ähnlich dem Laser. Mit einem Gewicht (segelfertig) von 60 kg ist sie ein besonders leichtes Boot.

Das optimale Einstiegsgewicht liegt bei 60 kg.

Von 1992 bis 2004 war die Europe auch eine olympische Frauen-Bootsklasse. Auf Beschluss der ISAF wird die Europe ab 2008 durch den Laser Radial als olympisches Frauen-Einhandboot abgelöst. Im Vergleich zum Laser Radial zeichnet sich die Europe durch ihre vielfältigen Trimmöglichkeiten (Inhoul, Outhoul,Cunningham und Baumniederholer) und einem auf das Körpergewicht angepassten Mast und Segel aus.

Die Europe ist ein Segelboot für Frauen und Männer. Beide Geschlechter können an den Regatten, die an den Wochenenden in ganz Deutschland stattfinden, teilnehmen.

Historisch stammt die Europe von der Konstruktionsklasse Moth ab. So konstruierte der Belgier Alois Roland 1962 die EUROPE, eine neue Form einer Moth, die sich im Gegensatz zu den meisten anderen Moth-Konstruktionen durch Robustheit auszeichnet. Damit ist diese Konstruktion auch für Seereviere geeignet, auf denen häufig rauhe Bedingungen herrschen, für die die filigranen Moth-Konstruktionen nicht tauglich sind. Durch enge Toleranzen für alle Teile werden zudem baugleiche Boote erzeugt, die auch nach Jahren noch konkurrenzfähig sind.

Quelle: wikipedia.de

 

Segelzeichen Finn Finn

Das Finn-Dinghy ist ein olympisches Ein-Mann-Segelboot. Es wurde 1949 von dem schwedischen Friseur und Bootskonstrukteur Rickard Sarby entworfen. Seit der Olympiade 1952 in Helsinki wird das Finn ununterbrochen als Einmannjolle bei den olympischen Segelwettbewerben eingesetzt.

Quelle: wikipedia.de

 

Segelzeichen Korsar Korsar

 Der Korsar ist eine Bootsklasse, die hauptsächlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet ist.

Von Ernst Lehfeld konstruiert, wurden 1958 die ersten Exemplare der Zweimannjolle gebaut. Damals ausschließlich aus formverleimten Sperrholz, heute aus Kunststoff oder in Kombination aus Kunststoffrumpf und Holzdeck. Man kann ihn mit Doppelboden, tiefergelegtem Doppelboden oder Halbdoppelboden bekommen. Seit 1999 neu, gibt es den Korsar auch mit ergonomisch abgerundetem Deck. Den Innenausbau kann man individuell selbst gestalten.

Die Segeleigenschaften des Korsaren liegen zwischen 470er und Flying Dutchman (FD). In der Beschlagsanordnung gleicht er weitgehend dem FD: Spinnakertrompete, verstellbare Wanten, Trapez, Schwertverstellung, Fockroller, flexible Masten und diverse Trimmeinrichtungen gehören heute zur Standardausrüstung eines Regattabootes.

Dank seiner geringen Benetzungsfläche kommt der Korsar schon bei wenig Wind ins Gleiten. Das Idealgewicht der Mannschaft liegt zwischen 140 und 160 kg. Auch für eine leichtere Frauen-, oder gemischte Mannschaft bleibt der Korsar bei stärkerem Wind durch seine vielen Trimmmöglichkeiten beherrschbar.

Derzeit gibt es etwa 50 Ranglistenregatten, durch die am Ende eines Jahres die beste Mannschaft ermittelt wird. Die Rangliste beinhaltet über 100 Mannschaften.

Mittlerweile gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz über 1.000 Mitglieder in den Korsarenvereinigungen. Außerdem sind derzeit etwa 5.000 Schiffe registriert, wobei es auch Berichte über deutsche Auswanderer gibt, die ihre Boote nach Chile und Kalifornien mitgenommen haben. Der Korsar ist mit über 3.700 registrierten Booten als Trapezjolle nach den olympischen Klassen eine der stärksten Klassen des Deutschen Seglerverbandes (DSV). Mit weiteren 500 Booten in der Schweiz und 800 Booten in Österreich ist der Korsar eine der verbreitetsten Bootsklassen in Mitteleuropa.

Quelle: wikipedia.de

 

Segelzeichen 420er 420er

Der 420er ist eine Zweimannjolle für Jugendliche und Erwachsene mit Trapez und Spinnaker.

Ein Erster Prototyp wurde im Jahr 1959 gesegelt. Im Januar 1960 wurde die Produktion bei Lanaverre in Frankreich aufgenommen. Heute wird die Jolle von verschiedenen Herstellern gebaut (Nautivela, Rondar, Lenam,..., in Deutschland Ziegelmayer).

Seit der Einführung des Spinnakers und des Trapezes im Jahr 1971 wurde die Bauweise des Bootes nur noch in Details verändert.

Die Anerkennung des 420er durch die IYRU (der heutigen ISAF) 1971 und der damit verbundene internationale Status verstärkten den Aufschwung der Segeljolle.

Der Rumpf des 420er ist ein Rundspant. Seitlich im Cockpit befinden sich die für den 420 und 470er typischen rund geformte Auftriebskörper, die als Sitzfläche dienen. Außerdem besitzt der 420er keine abgetrennte Bilge, d.h. der Boden liegt unter der Wasseroberfläche, weshalb ein Lenzen per Lenzklappe nur in voller Fahrt möglich ist. Das Baumaterial ist Kunststoff/GFK mit einer durchschnittlichen Stärke von nur wenigen Millimetern, was bei einem Unfall mit hoher Geschwindigkeit nicht selten zu einem Totalschaden führt. So kann es vorkommen, dass bei einem Unfall mit einem Piraten oder einer anderen stabilen Bootsklasse der 420er auseinander gebrochen ist.

In diversen Ländern wird der 420er als Jugendklasse eingesetzt. Es finden diverse nationale und internationale Wettkämpfe, in der Fachsprache Regatten, unter der Obhut der Nationalen Vereinigungen statt. Der Höhepunkt dieses sportlichen Treibens ist die ISAF-WM, welche als Olympische Spiele der Jugend angesehen wird.

Da der 420er auch einhand noch leicht beherrschbar ist (vgl. Laser z.B. Länge 4,23), wird er hin und wieder bei Yardstickregatten auch solitär (=alleine) gesegelt. Dabei wird auf Spinnaker und Fock verzichtet.

Der Steuermann hat die Aufgabe, das Boot zu steuern und das Großsegel zu bedienen. Dabei muss er bei Am-Wind-Kursen darauf achten, dass das Boot immer an der Windkante fährt und optimal gerade im Wasser liegt. Auf Raumkursen muss der Steuermann den Spinnaker hochziehen, die Fock bedienen und die Taktik übernehmen. Er ist außerdem für die Trimmvorrichtungen Baumniederholer, Schwert und Spinnaker-Toppnant verantwortlich.

Der Vorschoter hat die Aufgaben, das Boot durch Gewichtstrimm und unter Einsatz des Trapezes aufrecht zu halten, auf Am-Wind-Kursen die Fock zu bedienen und die Taktik zu übernehmen. Auf Raumkursen baumt er den Spinnakerbaum aus und bedient ihn. Er ist für die Trimmvorrichtungen Unterliek, Cunningham (Vorliekstrecker) und Fockcunningham zuständig.

Neben dieser Rollenverteilung kann je nach Segelerfahrung und Betätigungsfeld auch andere möglich sein - diese hat sich aber am häufigsten durchgesetzt.

Wenn das Boot kentert, braucht es beide, den Steuermann sowie den Vorschoter, um es wieder aufzurichten. Einer zieht das Schwert mit seinem Gewicht gegen die Wasseroberfläche. Der andere schwimmt nach vorn und hält sich am Fockdraht fest und sorgt so dafür, dass das Boot im Wind stehen bleibt, damit es, wenn es wieder aufgerichtet ist, nicht vom Wind erneut umgestoßen wird.

Quelle: wikipedia.de

 

Segelzeichen 470er 470er

Der 470er ist eine olympische Zweimann-Rennjolle mit Trapez und Spinnaker.

Der Name dieser Bootsklasse leitet sich von der Bootslänge ab. Er wurde 1963 in Frankreich von Andre Cornu entworfen und hat olympischen Status seit den olympischen Spielen 1976 in Montreal. Dort gewannen die Deutschen Frank Hübner und sein Vorschoter Harro Bode überraschend die Goldmedaille vor Spanien, Australien und den favorisierten Franzosen.

Der Rumpf besteht aus GFK (keine Sandwich-Bauweise) in Mehrkammerausführung.

Bequem segelbar bei 3 Bft, gut manövrierbar bis 6 Bft, ab 7 Bft ist mit Bootsschäden zu rechnen.

Für Regattasegler liegt das optimale Mannschaftsgewicht zwischen 120 und 145 kg. Auf Grund des geringen Mannschaftsgewichts ist diese Jollenklasse insbesondere bei Jugend- und Frauenmannschaften weit verbreitet.

Quelle: wikipedia.de

 

 Segelzeichen LaserLaser 

Der Laser ist die weltweit am meisten verbreitete, technisch einfach gehaltene aber nicht anspruchslose Einhand-Jolle. Im Gegensatz zur Europe (die zweitbeliebte Einhandklasse in Deutschland) sind die Trimmmöglichkeiten beschränkter (Unterliek, Baumniederholer und Cunningham), das Segeln ist aber sportlicher. Auch bei wenigen Windstärken kann das Boot schon ins Gleiten kommen.

Der Laser wurde 1970 vom Amerikaner Bruce Kirby als Einhand-Jolle entworfen. Primäre Zielsetzung war damals, ein Boot für die Freizeit zu entwerfen, deshalb auch der ursprüngliche Name „Freetime“.

Seine einfache Bauweise und früher niedrigen Anschaffungskosten (heute sehr hoch – hauptsächlich seit seiner Berufung zu den Olympischen Spielen sind die Neupreise explodiert) führten zu einer raschen Ausbreitung. Ende des Jahres 2005 gab es ca. 189.000 Boote auf der Welt!

Der Laser ist eine strikte One-Design-Bootsklasse, d. h. es sind keine Veränderungen zulässig. Eine häufig beanstandete Veränderung war z. B. ein meist von Unkundigen in die Kunststoffkappe des Mastoberteils gebohrtes Loch zur Befestigung eines Verklickers.

Gefertigt wird der Laser, wie auch die Katamaranserie Dart von der Firma Performance Sailcraft Ltd. in England. Lizenznehmer gibt es in den USA, Australien und in Chile.

Das Rigg des Lasers I besteht aus einem zweigeteilten Mast, wobei das im Durchmesser schwächere Oberteil in das Unterteil gesteckt wird. Das Segel besitzt (am Achterliek) zwei untere Segellatten und eine verkürzte obere. Zur Befestigung am Mast ist am Vorliek eine sog. Masttasche eingenäht, mit der das Segel einfach auf den Mast gefädelt wird. Für den Baum ist ein sehr einfacher Lümmelbeschlag, auf welchen der Baum nur gesteckt wird, vorhanden. Nach der Befestigung des Segels und des Baumniederholers am Baum wird die Steckverbindung nur noch auf Druck beansprucht. Das gesamte Rigg steht unverstagt und drehbar in einer Vertiefung, dem sog. Köcher des Rumpfes, eine Befestigung erfolgt durch die Cunningham, die Schot zum Bedienen des Segels sowie gegebenenfalls einer Mastsicherung.

Bei gleichem Rumpf gibt es für den Laser drei unterschiedliche Riggs. Dabei werden nur das Mastunterteil und das Segel ausgetauscht, alle anderen Teile des Bootes sind identisch. (Die Teilung des Mastes wurde vorgenommen, da eine Entwicklungsanforderung des Lasers der Transport auf dem Autodach war.)
 

  • Laser Standard: Rigg mit 7,06 m² Segelfläche – olympische Klasse seit 1996, 1996-2004 offen, ab 2008 Männer
  • Laser Radial: Rigg mit 5,7 m² Segelfläche – olympische Damen-Klasse ab 2008, In Deutschland Jugendmeisterschaftsklasse (männlich/weiblich) seit 1998. Der Laser Radial löst 2008 die Europe als olympische Klasse bei den Frauen ab.
  • Laser 4.7: Rigg mit 4,7 m² Segelfläche – seit 2006 Regattaklasse in Deutschland. Der 1971 eingeführte Laser 4.7 ist auf junge und leichtgewichtige Seglerinnen und Segler (50–65 kg) ausgerichtet und wird auch als Zwischenstufe zwischen dem Optimisten und dem Laser Standard oder Radial gesegelt.

Der Rumpf wird bei den meisten Booten aus GFK gefertigt. Der Rumpf ist so leicht das er bei den meisten Autos problemlos auf das Dach geladen werden kann.

Für alle drei Boote (Standard, Radial und 4.7) gibt es Welt- und Kontinentalmeisterschaften (Senioren und Junioren, Radial-Rigg auch Frauen).

Das Niveau in der Laser-Klasse gilt als eines der höchsten der olympischen Bootsklassen. Die Resultate finden sich unter den jeweiligen Olympiaden, vgl. hier: Olympische Sommerspiele.

Quelle: wikipedia.de