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50 Jahre Frühjahrstreff der Korsare

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Bericht von Natascha:

Als wir Donnerstagabend im Dunkeln ankamen wurden wir freundlichst von Martin Fischer an der Schranke in Empfang genommen. Sogar der Grill war (trotz leichtem Regen) noch in Gang. An diesem ersten Abend wurde es allgemein nicht sehr spät, es waren schließlich auch erst einige wenige Segler angereist. Dafür war der Platz am nächsten Morgen doch schon gut gefüllt, da einige noch nachts angekommen waren.
Man hätte sich dafür allerdings noch einige Zeit lassen können, denn vom Wind war leider nichts zu sehen. Bei spiegelglattem See und leicht bewölktem Himmel vertrieben sich die 32 Mannschaften und die Begleitpersonen die Zeit an Land.
Wie wir es vom Segelclub Inheiden gewöhnt sind, war für ein ausgedehntes und musikalisches Abendprogramm gesorgt.
Nach dem Abendessen (Kassler mit Sauerkraut) legten Herbert Kniehs (ein ehemaliger Korsarsegler der 70er Jahre) und seine Band los. Gespielt wurden Oldies und die Tanzfläche war voll. Alt und Jung tanzten gemeinsam bis spät in die Nacht. Auch an Erfrischungen mangelte es nicht, es gab Bier Äppelwoi und sonstige Getränke den ganzen Abend frei! Da die Nacht für einige ganz schön lang wurde, war es für die Partylöwen ganz gut, dass auch am Samstag keine regattatauglichen Windverhältnisse herrschten. Zwar war es angenehm sonnig und nur leicht bewölkt, doch der kleine Lufthauch auf dem Wasser kam scheinbar aus allen Richtungen gleichzeitig.
Über Mittag wurden wir mit Hamburgern vom Grill versorgt. Anschließend sah man ein paar Boote auf dem Wasser und zwar geduldige Eltern, die den zahlreichen Korsaren-Nachwuchs auf dem See spazieren fuhren.
Zum Abendessen, bei Schnitzel mit Pommes, legten zwei DJs auf. Die Musik, anfangs noch ein wenig fragwürdig, wurde mit Liedern von AC/DC bald besser. Doch veranlasste dies leider die älteren Tänzer früher ins Bett zu gehen. Zu später Stunde wechselte die Musik dann eher in eine Richtung, die ich mal als „Faschings-Klassiker“ bezeichnen würde.
Von der abendlichen Ankündigung, dass am nächsten Morgen Wind zu erwarten sei und daher pünktlich um 10 Uhr gestartet werden soll ließ sich kaum einer beirren. Bei ordentlichen Freigetränken wurde bis in die Morgenstunden gefeiert.
Trotz der tapferen Ankündigung setzte sich der Wind morgens nicht direkt durch. Drehend und böig wie er war, kam erstmal die Startverschiebung. Dann endlich um 11 Uhr kam es zum Start.
Nach zwei Tagen Warten auf den Wind war die allgemeine Euphorie so groß, dass gleich ein Massenfrühstart zu Stande kam. Die Wettfahrtleitung unter Klaus Lachmann fackelte nicht lange und zog gleich die Blackflag. Dies holte alle wieder auf den Boden der Tatsachen, so dass zwei schöne Wettfahrten bei einem 2-3er Wind gesegelt werden konnten. Genau richtig für unseren Saisonstart.
Der erste Lauf gewannen Anne und Ina, dicht gefolgt von Daniel und Christian. Im 2. Lauf führte erneut die Damenmannschaft, doch wurden sie auf der Zielkreuz von den Winkels überholt, was denen dann den Sieg brachte. Auf Platz drei landeten Thomas Pauer und Ute Rogers.
Das Feld der 28 Boote (denn 4 Mannschaften mussten leider wegen Krankheit oder Arbeit vorzeitig abreisen) war diesmal sehr weit gestreut auf dem olympischen Dreieck.
Ein ganz großes Lob geht an den Wettfahrtleiter, der die optimalen Entscheidungen traf, nicht auf Biegen und Brechen freitags und samstags eine Wettfahrt durch zu drücken und auch die Regatta abzuschließen, als sonntags nach dem 2. Lauf der Wind nachließ.
Um das ganze zusammenfassend zum Ende zu bringen:
Es war rundum eine tolle Regatta, sowohl auf dem Wasser als auch an Land. Die Stimmung und die Verpflegung waren top!